| Berken Ortsname ist seit 1358 belegt |
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Der Ortsname Berken taucht erst vergleichsweise spät
in den Quellen auf, trotzdem lässt sich seine ursprüngliche
Bedeutung aus den Belegen noch klar ableiten. «Berikofen»
heisst es 1358, ein Jahr später Beronkon, 1365 Berikon. Die Endung
«-ikofen» oder «-ikon», ursprünglich
«ing-hoven» ist eine Erweiterung zu «-ingen»
und bedeutet «bei den Höfen der Leute von …».
Sie ist, wie die Endung «-wil», typisch für das 7. und
8. Jahrhundert, als die Alemannen aus ihrem ursprünglichen
Siedlungsgebiet im tieferen Mittelland höhere und abgelegenere
Regionen urbar zu machen begannen.
Die ursprünglichen Langformen «-ikhofen» sind vor
allem für den Kanton Thurgau und die westliche Deutschschweiz
(Solothurn und Bern) typisch, während sie sich in den Kantonen
Aargau, Luzern und Zürich zu «-ikon» oder
«-iken» abgeschliffen haben. Kurzformen wie Berken finden
sich jedoch auch im Kanton Bern.
Der althochdeutsche Name des Sippenführers, der sich aus dem ersten Teil des Namens erschliessen lässt, ist Bero.
Das Wappen mit den gekreuzten Pflugscharen taucht im 19. Jahrhundert
erstmals auf. In der heutigen Form ist es seit 1945 in Gebrauch. Es
versinnbildlicht den in der Gemeinde dominierenden Landbau. (jr)
In lockerer Folge geht diese Serie auf die Bedeutung der Gemeindenamen
im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung ein. Quellen: Lexikon der
schweizerischen Gemeindenamen (Frauenfeld 2005); Wappenbuch des Kantons
Bern (Bern 1981); Historisches Lexikon der Schweiz
(HLS,Internetversion) www.hls.ch. |
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